
Digitalisierung
eLABZ wird zum Standard
Mit eLABZ wird erstmals ein Standard für den elektronische Datenaustausch zwischen zahntechnischen Laboren und Zahnarztpraxen in Deutschland eingeführt. Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative des Verbandes Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI), der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) und des Verbandes Deutscher Dental-Softwareunternehmen (VDDS). Ziel ist es, den Austausch von Auftrags- und Abrechnungsdaten im Bereich der zahntechnischen Versorgung zu standardisieren und zu digitalisieren.
Bei der Entwicklung von eLABZ knüpfen die Initiatoren an die Erfahrungen aus dem elektronischen Beantragungs- und Genehmigungsverfahren (EBZ) im Bereich der zahnärztlichen Versorgung an und übertragen das Prinzip strukturierter, digitaler Datensätze auf die Zusammenarbeit zwischen Zahnarztpraxen und Dental-Laboren. Somit ist es künftig möglich Informationen strukturiert aus Praxisverwaltungssystemen und Laborsoftware zu erzeugen und digital zwischen den beteiligten Einrichtungen zu übermitteln.
Die Übertragung der eLABZ-Datensätze erfolgt über die Telematikinfrastruktur (TI) des deutschen Gesundheitswesens. Als technischer Kommunikationsdienst wird KIM (Kommunikation im Medizinwesen) genutzt.
Durch die Nutzung der Telematikinfrastruktur ist die Übertragung der Gesundheitsdaten rechtssicher, authentifiziert und verschlüsselt. Zudem stellt die Nutzung von KIM sicher, dass die Kommunikation zwischen eindeutig identifizierten Teilnehmern des Gesundheitswesens erfolgt.
Der VDDS unterstützt die Implementierung des eLABZ-Standards in den Praxisverwaltungssystemen seiner Mitgliedsunternehmen.
Anja Kruse-Anyaegbu 25.03.2026
